Mittwoch, 17. Dezember 2014

Traum

Millionen Briefe schrieb ich dir in all den Jahren
und Tausende von Wünschen stahl die Zeit.
Der Vogel Sehnsucht flog zu weit davon, in Scharen …
Ein Pünktchen blieb hoch oben, weit, so weit.

Es gab sie, die Momente, wo ich dich erkannte,
auch einen Augenblick, der sprach und sang.
Warst du mir nah, bliebst du für mich der Unbekannte,
der nach mir Ausschau hielt, so lang, so lang.

Ach, spiel noch einmal unser Lied der tausend Träume!
Schau nur, der Mond blinkt durch das reife Laub der Bäume;
ein Lagerfeuer hat der Wind entfacht.

Streich deinen Bogen sehnsuchtsvoll auf meiner Geige
und koste diese Augenblicke bis zur Neige.
Setz dich zu mir und halt mich diese Nacht.

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