Montag, 8. Juni 2015

Schaurig

Das Fensterlicht schweigt zugemauert,
von Tüll und Spitzenstoff verborgen.
Des Tags, des Abends bis zum Morgen,
gleich, ob es wärmt, friert oder schauert.

Im Dunkel kauern Innenwelten,
den Arsch verteilt im Bettgestühle.
Von Alltagsgrau: Wand und Gefühle.
Der Alte hört die Alte schelten,

hört nicht mehr zu, drückt stumm die Tasten,
glotzt stoisch auf den Flachbildkasten.
Einst sprachen ihre Blicke Bände.

Erblindet starren Fensterluken
auf die Bewohner, die da spuken
und hoffen auf die Wende ________

Ende.

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