Samstag, 3. Januar 2015

Freud und Leid ...

Es war an einem Sonntag im Mai. Die Sonne schien vom Himmel herab, als hätte sie Geburtstag. Fröhlich spielten ihre Strahlen auf der Waldlichtung und trafen auf einen Fuchs.
„Guten Morgen, Sonne“, rief der ihr entgegen. „Ihr scheint heute so hell, dass mir schier die Äuglein weh tun!“
Die Sonne lächelte und antwortete: „Ihr tretet aus dem Schatten in mein Reich und beschwert euch darüber? So geht doch zurück unter die Bäume! Dort ist es schattig und kühl.“
Verärgert wendete sich der Fuchs ab und verschwand im Wald.
Ein Schuss krachte. Etwas Rotes fiel ins Moos.
Der Jäger war zufrieden.

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