Dienstag, 29. September 2015

Neige

Erst gestern glomm noch Licht im Traubensaft,
fing Sonnenglanz sich im Septemberlaub.
Seit heute scheint der Prunk hinweggerafft,
ward Frucht um Frucht des kühlen Windes Raub.

Und feuchte Wolkenberge türmen grau,
wo du, der Maler, bunt die Linde färbst.
Ich starre sehnsuchtsvoll ins Himmelblau
und weiß gewiss: Es ist schon wieder Herbst.

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